CD Statistiken: In Österreich hat Vinyl die CD überholt
In Österreich macht die CD nur noch 6,6% des Musikumsatzes aus, und seit dem ersten Halbjahr 2025 verkauft sich Vinyl erstmals seit 25 Jahren wieder besser. Streaming holt sich den Rest. Hier sind die wichtigsten Zahlen rund um die Musik-CD in Österreich und der Welt.
Alles Wichtige auf einen Blick
- Der CD-Umsatz in Österreich lag 2024 bei rund 14,5 Millionen Euro.
- Das ist ein Minus von 18,5% gegenüber dem Vorjahr.
- Der CD-Anteil am Musikumsatz fiel auf nur noch 6,6%.
- Im 1. Halbjahr 2025 überholte Vinyl (5,8 Mio.) erstmals seit 25 Jahren die CD (5,6 Mio.).
- Vinyl wuchs 2024 um 6,5% auf 13,1 Millionen Euro, ein neuer Rekord.
- Physische Tonträger machen nur noch rund 14% des Umsatzes aus.
- Streaming steht für 85,1% des österreichischen Musikumsatzes.
- Der heimische Musikmarkt wuchs 2024 das achte Jahr in Folge auf 254 Mio. Euro.
- Österreicher streamten 2024 über 20 Milliarden Songs, ein Plus von 16%.
- Rund 35% der österreichischen Haushalte haben ein Musik-Streaming-Abo.
- Die Verwertungsgesellschaft AKM schüttete 2024 rund 125 Millionen Euro aus.
- Ein Spotify-Premium-Abo kostet in Österreich 12,99 Euro im Monat.
- Weltweit erreichte der Musikumsatz 2024 rund 29,6 Milliarden US-Dollar.
- Weltweit gibt es inzwischen über 750 Millionen zahlende Streaming-Abonnenten.
- Der physische Weltmarkt fiel 2024 um rund 3%.
- In den USA brachte die CD 2025 nur noch rund 312 Millionen US-Dollar.
- Vinyl bringt in den USA inzwischen mehr als das Dreifache der CD ein.
- Um das Jahr 2000 wurden in den USA fast 942 Millionen CDs pro Jahr verkauft.
- Damals setzte die CD allein in den USA rund 13 Milliarden US-Dollar um.
- Der CD-Absatz in den USA brach seither um rund 95% ein.
- In Japan stammen rund 65% der Musikeinnahmen weiter aus physischen Tonträgern.
- Japans CD-Verkäufe brachen 2024 um 25,4% ein, eine deutliche Beschleunigung.
- Japans Digitalgeschäft wuchs zugleich das 11. Jahr in Folge auf einen Rekord.
- Die erste kommerzielle CD kam im Oktober 1982 in Japan auf den Markt.
Österreich: Die CD wird zum Nischenformat
1. Rund 14,5 Millionen Euro CD-Umsatz
So viel setzte die österreichische Musikwirtschaft 2024 noch mit CDs um. Vor wenigen Jahren war es ein Vielfaches.1
2. Minus 18,5% gegenüber dem Vorjahr
Die CD war damit das am stärksten schrumpfende Segment im heimischen Markt. Der Rückgang setzt sich Jahr für Jahr fort.2
3. Nur noch 6,6% Umsatzanteil
Der Anteil der CD am gesamten österreichischen Musikumsatz fiel auf 6,6%. Damit liegt sie nur noch knapp vor der Schallplatte.3
4. Vinyl hat die CD überholt
Im ersten Halbjahr 2025 brachte Vinyl mit 5,8 Millionen Euro erstmals seit 25 Jahren mehr Umsatz als die CD (5,6 Millionen Euro). Ein historischer Wendepunkt für den heimischen Markt.4
5. Vinyl-Rekord: 13,1 Millionen Euro
Während die CD einbricht, legte die Schallplatte 2024 um 6,5% auf 13,1 Millionen Euro zu, ein neuer Umsatzrekord für das Format in Österreich.5
6. Physische Tonträger: nur noch rund 14%
CD, Vinyl, DVD und sonstige physische Formate stehen zusammen nur noch für etwa 14% des österreichischen Musikumsatzes. Downloads brachten zusätzlich rund 3,4 Millionen Euro.6
7. 85,1% des Umsatzes kommen aus Streaming
Streaming-Dienste erwirtschafteten 2024 rund 185,8 Millionen Euro, ein Plus von 10,9%. Marktführer ist auch hier Spotify, gefolgt von Apple Music und Amazon Music.7
8. Gesamtmarkt: 254 Millionen Euro
Insgesamt wuchs der österreichische Musikmarkt 2024 um 7% und damit das achte Jahr in Folge, getragen vom Streaming.8
9. Über 20 Milliarden gestreamte Songs
Die Österreicherinnen und Österreicher streamten 2024 mehr als 20 Milliarden Songs, ein neuer Höchststand und ein Plus von 16% gegenüber dem Vorjahr.9
10. Rund 35% der Haushalte mit Streaming-Abo
Etwa jeder dritte österreichische Haushalt verfügt inzwischen über ein kostenpflichtiges Musik-Streaming-Abo. Der Wandel weg vom physischen Kauf ist damit fest in den Wohnzimmern angekommen.10
11. AKM schüttete 125 Millionen Euro aus
Die Verwertungsgesellschaft AKM verteilte 2024 rund 125 Millionen Euro an ihre etwa 28.000 Mitglieder, ein Plus von 4,4%. Der Großteil dieser Tantiemen stammt heute aus digitalen Nutzungen, nicht mehr aus dem CD-Verkauf.11
12. Spotify-Abo kostet 12,99 Euro im Monat
Ein Spotify-Premium-Abo kostet in Österreich aktuell 12,99 Euro pro Monat, Apple Music liegt bei 10,99 Euro. Für den Preis einer einzigen neuen CD bekommt man so einen ganzen Monat Zugriff auf praktisch die gesamte Musikwelt.12
Weltweit: Streaming verdrängt die CD
13. Weltmarkt: rund 29,6 Milliarden US-Dollar
Der globale Musikumsatz erreichte 2024 etwa 29,6 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 4,8% und das zehnte Wachstumsjahr in Folge.13
14. Über 750 Millionen zahlende Abonnenten
Weltweit nutzen inzwischen mehr als 750 Millionen Menschen ein kostenpflichtiges Streaming-Abo. Das Geschäftsmodell hat den CD-Verkauf längst abgelöst.14
15. Physischer Weltmarkt: minus rund 3%
Der weltweite Umsatz mit physischen Tonträgern ging 2024 um etwa 3% zurück. Innerhalb des physischen Marktes verschiebt sich der Anteil zudem von der CD hin zur Schallplatte.15
16. USA: CD-Umsatz nur noch rund 312 Millionen Dollar
In den USA brachte die CD 2025 nur noch etwa 312,4 Millionen US-Dollar, ein Minus von 11,6%. Verkauft wurden lediglich 29,5 Millionen Stück.16
17. Vinyl bringt das Dreifache der CD
In den USA überstieg der Vinyl-Umsatz 2025 erstmals die Marke von einer Milliarde US-Dollar und damit mehr als das Dreifache der CD. Vinyl wächst dort das 19. Jahr in Folge.17
Der Absturz seit dem Jahr 2000
18. Fast 1 Milliarde verkaufte CDs pro Jahr
Zur Jahrtausendwende gingen allein in den USA jährlich nahezu 942 Millionen CDs über die Ladentheke. Es war der absolute Höhepunkt des Formats.18
19. Höhepunkt 2000: rund 13 Milliarden US-Dollar
Auf ihrem Gipfel um das Jahr 2000 setzte die CD allein in den USA rund 13 Milliarden US-Dollar um. Heute ist davon nur noch ein winziger Bruchteil übrig.19
20. Einbruch um rund 95%
Seit dem Höhepunkt im Jahr 2000 ist der CD-Absatz in den USA um etwa 95% eingebrochen. Dieselbe Entwicklung zeigt sich, mit etwas Verzögerung, auch in Österreich.20
Japan: die große Ausnahme
21. 65% des Umsatzes sind physisch
In Japan, dem zweitgrößten Musikmarkt der Welt, stammen rund zwei Drittel der Musikeinnahmen weiterhin aus physischen Tonträgern, vor allem aus CDs. Streaming kommt nur auf etwa 35%.21
22. Japans CD-Verkäufe brachen 2024 um 25,4% ein
Auch in Japan bröckelt die Treue zur Silberscheibe: 2024 fiel der reine CD-Verkauf um 25,4%, eine deutliche Beschleunigung gegenüber dem Vorjahr.22
23. Digital wächst seit 11 Jahren
Zugleich wuchs Japans Digitalgeschäft das elfte Jahr in Folge auf ein neues Rekordhoch von 123,3 Milliarden Yen. Mehr als 90% davon entfielen auf Streaming. Der Wandel kommt also auch dort.23
24. Die erste CD kam im Oktober 1982
Die CD wurde am 1. Oktober 1982 in Japan kommerziell eingeführt. Sie prägte den Musikmarkt gut vier Jahrzehnte lang, bevor Streaming und Vinyl sie gemeinsam zum Nischenprodukt machten. Heute füllt nicht selten KI-generierte Musik die Streaming-Playlists, was wiederum eigene Kritik auslöst.24
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Quellen
- IFPI Austria (ifpi.at)
- IFPI Austria (ifpi.at)
- mica music austria (musicaustria.at)
- IFPI Austria (ots.at)
- PULS 24 (puls24.at)
- elektro.at (elektro.at)
- IFPI Austria (ifpi.at)
- mica music austria (musicaustria.at)
- PULS 24 (puls24.at)
- Statista (de.statista.com)
- AKM/austro mechana (ots.at)
- futurezone.at (futurezone.at)
- IFPI (ifpi.org)
- Music Business Worldwide (musicbusinessworldwide.com)
- Billboard (billboard.com)
- RIAA (riaa.com)
- Billboard (billboard.com)
- Statista (statista.com)
- Statista (statista.com)
- Statista (statista.com)
- Soundcharts (soundcharts.com)
- Billboard (billboard.com)
- RIAJ (riaj.or.jp)
- LowBeats (lowbeats.de)
Lena Brandt