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Deezer Statistik: 9,1 Mio. Abos und KI-Vorreiter

Deezer ist der franzoesische Herausforderer mit 9,1 Millionen zahlenden Abonnenten, in Oesterreich ein Nischenanbieter, weltweit aber ein Vorreiter im Kampf gegen KI-Massenware und Streaming-Betrug. Hier sind die wichtigsten Zahlen rund um Deezer, mit Blick auf den oesterreichischen Markt und Preisen in Euro.

Lena BrandtLena Brandt Veröffentlicht: 20.06.2026 Aktualisiert: 20.06.2026
Zusammenfassung Quellen geprüft

Alles Wichtige auf einen Blick

  • Umsatz 2025: rund 534 Mio. Euro (-1,4%).
  • 9,1 Mio. Abonnenten Ende 2025 (von 9,7).
  • Erster Jahresgewinn der Firmengeschichte, ca. 8,5 Mio. Euro.
  • Direkt-Abonnenten stiegen auf 5,7 Mio. (+8%).
  • Partner-Abos sanken von 4,4 auf 3,4 Mio.
  • Bereinigtes EBITDA positiv bei rund 9,7 Mio. Euro.
  • Zweitgroesste unabhaengige Streaming-Plattform der Welt.
  • Gegruendet 2007 in Paris, in ueber 180 Laendern.
  • In Oesterreich verfuegbar, aber ein kleiner Spieler.
  • Deezer Premium kostet in Oesterreich 11,99 Euro/Monat.
  • Family 19,99 Euro, Duo 15,99 Euro, Studenten 5,99 Euro.
  • Oesterreichs Musikmarkt wuchs 2024 auf 254 Mio. Euro (+7%).
  • Streaming macht 85,1% des heimischen Marktes aus (185,8 Mio. Euro).
  • 21,1 Milliarden Songs wurden 2024 in Oesterreich gestreamt (+16%).
  • Nur rund 35% der Haushalte haben ein Streaming-Abo.
  • Die AKM schuettete 2024 rund 125 Mio. Euro an Urheber aus.
  • Erste grosse Plattform mit dem Artist-Centric-Modell.
  • Loeschte 26 Mio. "nutzlose" Tracks aus dem Topf.
  • Erste Plattform, die KI-Musik automatisch markiert.
  • 44% aller neuen Uploads sind KI-generiert.
  • Rund 75.000 KI-Tracks pro Tag.
  • Bis zu 85% der KI-Streams sind Betrug.
  • 97% der Hoerer erkennen KI nicht (Deezer/Ipsos).
  • 80% wollen KI-Musik gekennzeichnet sehen.
  • Erste weltweite Umfrage zur KI-Wahrnehmung.

Deezer in Zahlen

1. Rund 534 Millionen Euro Umsatz 2025

Deezer setzte 2025 etwa 534 Millionen Euro um, ein leichtes Minus von 1,4% gegenueber dem Vorjahr. Das Unternehmen bilanziert in Euro und sitzt in Frankreich, weshalb die Zahl direkt vergleichbar mit dem oesterreichischen Markt bleibt.1

2. 9,1 Millionen Abonnenten

Zum Jahresende 2025 zaehlte Deezer 9,1 Millionen zahlende Abonnenten, ein Rueckgang von 9,7 Millionen ein Jahr zuvor. Damit ist der Dienst nur ein Bruchteil von Spotify oder Apple Music und in Oesterreich ein besonders kleiner Spieler.2

3. Erster Jahresgewinn der Geschichte

2025 war das erste volle Jahr in Deezers Geschichte mit positivem Nettoergebnis, rund 8,5 Millionen Euro, nach vielen Verlustjahren. Das Management sprach von einem Wendepunkt fuer das Geschaeft.3

4. Direkt-Abonnenten stiegen auf 5,7 Millionen

Die direkt bei Deezer gebuchten Abos wuchsen von 5,3 auf 5,7 Millionen, ein Plus von rund 8%. Frankreich und eine Handvoll Kernmaerkte trugen den groessten Teil.4

5. Partner-Abos verloren eine Million

Abos ueber Mobilfunk- und Vertriebspartner sanken von 4,4 auf 3,4 Millionen, weil alte Bundle-Vertraege ausliefen. Das war die wichtigste Bremse auf die Gesamtzahl.5

6. Bereinigtes EBITDA wurde positiv

Das bereinigte EBITDA lag bei rund 9,7 Millionen Euro, nach einem Verlust von 4 Millionen Euro im Vorjahr. Der freie Cashflow war im zweiten Jahr in Folge positiv.6

Klein in Oesterreich, gross als Unabhaengiger

7. Zweitgroesste unabhaengige Plattform

Deezer gilt als zweitgroesste unabhaengige Musikstreaming-Plattform der Welt, also nicht im Besitz eines der grossen Tech-Konzerne, die heute den Grossteil der Musikindustrie kontrollieren.7

8. Gegruendet 2007 in Paris

Deezer wurde 2007 in Paris von Daniel Marhely und Jonathan Benassaya gegruendet und ist heute in ueber 180 Laendern verfuegbar.8

9. In Oesterreich verfuegbar, aber ein Nischenanbieter

Deezer ist in Oesterreich erhaeltlich, hat hier aber nie eine breite Marktposition aufgebaut. Im Alltag der Oesterreicherinnen und Oesterreicher dominieren Spotify, YouTube Music, Apple Music und Amazon Music. Deezer lebt hierzulande vor allem von HiFi-Fans und Premium-Abonnenten.9

10. Deezer Premium kostet in Oesterreich 11,99 Euro/Monat

Der Standardpreis fuer Deezer Premium liegt in Oesterreich bei 11,99 Euro im Monat und damit etwa gleichauf mit Spotify Premium und Apple Music. Ein Jahresabo kostet rund 107,99 Euro und spart somit ein paar Monate ein.10

11. Family 19,99 Euro, Duo 15,99 Euro, Studenten 5,99 Euro

Deezer Family kostet 19,99 Euro/Monat fuer bis zu sechs Profile, Deezer Duo liegt bei 15,99 Euro/Monat fuer zwei Nutzer, und Studierende zahlen mit Nachweis 5,99 Euro/Monat. Die kostenlose Gratisstufe ist fuer Neukunden weitgehend ausgelaufen.11

Der oesterreichische Markt rundherum

12. Oesterreichs Musikmarkt wuchs 2024 auf 254 Millionen Euro

Der heimische Musikmarkt legte 2024 zum achten Mal in Folge zu und erreichte mit einem Plus von 7% einen Gesamtumsatz von 254 Millionen Euro, laut IFPI Austria. Das gelang trotz einer schrumpfenden Gesamtwirtschaft.12

13. Streaming macht 85,1% des Marktes aus

Streaming-Angebote wie Spotify, Apple Music, Amazon Music und Deezer erwirtschafteten in Oesterreich 185,8 Millionen Euro, das sind 85,1% des Gesamtmarktes und ein Plus von 10,9%. Streaming bleibt damit der Wachstumsmotor der heimischen Musikbranche.13

14. 21,1 Milliarden gestreamte Songs

2024 wurden in Oesterreich 21,1 Milliarden Songs gestreamt, ein Plus von 16% gegenueber 18,2 Milliarden im Vorjahr. Damit verschiebt sich der Konsum weiter weg von CD und Download.14

15. Nur rund 35% der Haushalte mit Streaming-Abo

Trotz des Booms hat in Oesterreich erst rund jeder dritte Haushalt ein kostenpflichtiges Musik-Streaming-Abo, deutlich weniger als in den USA oder Skandinavien, wo der Anteil bei rund 80% liegt. Es gibt also noch viel Spielraum nach oben.15

16. Die AKM schuettete 2024 rund 125 Millionen Euro aus

Die oesterreichische Verwertungsgesellschaft AKM verteilte 2024 rund 125 Millionen Euro an ihre etwa 28.000 Mitglieder, ein Rekordwert, getragen auch vom wachsenden Streaming-Geschaeft. Genau aus diesem Topf werden Komponisten und Textdichter fuer Streams entlohnt.16

Vorreiter beim Kuenstler-Modell

17. Erste grosse Plattform mit Artist-Centric-Modell

2023 fuehrte Deezer als erste grosse Plattform das "Artist-Centric"-Modell von Universal ein, das aktiv gesuchte, professionelle Kuenstler staerker verguetet.17

18. Auch Warner Music zog mit

Kurz nach Universal schloss sich auch Warner Music dem neuen Verguetungsmodell bei Deezer an.18

19. Die SACEM kam dazu

Mit der franzoesischen Verwertungsgesellschaft SACEM trat als erste grosse Urheberorganisation auch eine wichtige Stimme der Songschreiber bei.19

20. 26 Millionen "nutzlose" Tracks geloescht

Im Zuge der Umstellung entfernte Deezer rund 26 Millionen als "nutzlos" eingestufte Titel aus dem Verguetungstopf, darunter Rauschdateien, Fake-Kuenstler und Songs, die ein Jahr lang niemand hoerte.20

Vorreiter bei der KI-Erkennung

21. Erste Plattform, die KI-Musik markiert

Deezer war die erste Streaming-Plattform, die vollstaendig KI-generierte Musik automatisch erkennt und kennzeichnet. Ein Schritt, den Spotify und Apple Music in diesem Umfang noch nicht gegangen sind.21

22. 44% aller neuen Uploads sind KI

Im Fruehjahr 2026 war fast jeder zweite neu hochgeladene Song bei Deezer vollstaendig KI-generiert, eine bemerkenswerte Quote fuer eine so junge Technologie.22

23. Rund 75.000 KI-Tracks pro Tag

Taeglich landen bei Deezer etwa 75.000 vollstaendig kuenstlich erzeugte Titel, die das System automatisch erfasst.23

24. Bis zu 85% der KI-Streams sind Betrug

Ein Grossteil der Abrufe von KI-Titeln war manipuliert, um Tantiemen zu erschleichen. Solche Streams schliesst Deezer von der Ausschuettung aus.24

25. 97% erkennen KI nicht, 80% wollen Kennzeichnung

In einer Studie von Deezer und Ipsos erkannten 97% der Befragten nicht zuverlaessig, ob ein Song von einer KI stammte, und 80% verlangen eine klare Kennzeichnung. Es war die weltweit erste grosse Streaming-Umfrage zur Wahrnehmung von KI-Musik, mit 9.000 Befragten in acht Laendern.25

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Quellen

  1. Music Business Worldwide (musicbusinessworldwide.com)
  2. Music Ally (musically.com)
  3. Music Week (musicweek.com)
  4. Billboard (billboard.com)
  5. RouteNote (routenote.com)
  6. Digital Music News (digitalmusicnews.com)
  7. Wikipedia (en.wikipedia.org)
  8. Soundiiz (soundiiz.com)
  9. stereo.de (stereo.de)
  10. GIGA (giga.de)
  11. kino.de (kino.de)
  12. IFPI Austria (ifpi.at)
  13. horizont.at (horizont.at)
  14. nachrichten.at (nachrichten.at)
  15. SN.at (sn.at)
  16. horizont.at (horizont.at)
  17. Variety (variety.com)
  18. Music Business Research (musicbusinessresearch.wordpress.com)
  19. Complete Music Update (completemusicupdate.com)
  20. Music Business Worldwide (musicbusinessworldwide.com)
  21. TechCrunch (techcrunch.com)
  22. Deezer Newsroom (newsroom-deezer.com)
  23. Music Week (musicweek.com)
  24. DJ Mag (djmag.com)
  25. Deezer Newsroom (newsroom-deezer.com)